Meisner Technique

Schauspiel Coaching // Life Coaching

Wer war Sanford Meisner?

 

Sanford Meisner war ein Schüler Konstantin Stanislawskis.

1931 gründete er zusammen mit Lee Strasberg, Stella Adler und anderen Kollegen das Group Theatre in New York. Im Gegensatz zu Strasberg legte Meisner dabei den Fokus anstelle der Selbstbezogenheit auf die Wahrnehmung des Partners entsprechend seiner Aussage „acting means reacting.“

Meisner lehrt uns, nach einer profunden Vorbereitung, uns bedingungslos der Situation und dem Partner auszuliefern.

Es ist wie im Leben: wir verfolgen stets Handlungsziele, um beim Gegenüber etwas auszulösen.

Ob wir mit unseren jeweiligen Strategien erfolgreich sind oder nicht, überprüfen wir in jeder Sekunde an der Reaktion des Gegenübers und ändern dementsprechend unsere Mittel. Scheitern wir mit unserer Überzeugungsarbeit löst dies automatisch Emotionen bei uns aus, ohne dass wir diese forcieren müssten.

 

Die Meisner-Technique

 

  • fördert Aufmerksamkeit, Authentizität, Flexibilität, Impulshaftigkeit, Intuition, Commitment
  • baut den eigenen Zensor, den Selbstbeobachter ab; hilft aus dem Kopf heraus zu kommen
  • trainiert Multitasking- Fähigkeit, wichtig für die technischen Herausforderungen am Set
  • öffnet nach außen und nach innen: die Direktheit in Sprache und Partnerkontakt nimmt zu, sowie die eigene emotionale Durchlässigkeit
  • erhöht sowohl die Konfliktfähigkeit als auch Verständnis und Empathie
  • szenische Übungen wie „die unabhängige Aktivität“ und „das Klopfen an der Tür“ lassen einen erleben, wie ein innerer Konflikt zur Zerreißprobe werden kann und wieviel es kostet, in jeder Sekunde Entscheidungen zu treffen, wenn man sich der Konsequenzen voll bewusst ist
  • verleiht Szenen Vielschichtigkeit, emotionale Tiefe, Wahrhaftigkeit und unvorhersehbare Brüche
  • eignet sich hervorragend um reichhaltiges Material zu sammeln und ermutigt unkonventionelle Entscheidungen zu treffen
  • das „im Moment sein“ führt zu Leichtigkeit und spielerischer Freiheit

 

Meisnern für Paare

 

  • basiert auf dem Grundbedürfnis vieler Menschen, gesehen, gehört, erkannt zu werden
  • die Partner übernehmen die Verantwortung für die liebevolle Unterstützung des Anderen,

statt mit Ich- Botschaften zu arbeiten, steht das Du im Vordergrund

  • deckt versteckte Konflikte und Krisenherde auf
  • fördert Konfliktfähigkeit, baut Ängste ab, schafft positiven Zugang zu Aggression
  • hilft von vorgefertigten Sichtweisen, Erfahrungen und Erwartungen abzulassen, die den Blick trüben; an deren Stelle tritt das Bewusstsein für: was ist jetzt wesentlich?
  • zeigt, dass zunächst das Wahrnehmen, Akzeptieren und „da sein“-lassen der Gefühle des Partners wichtiger ist, als ihm Lösungsvorschläge zu präsentieren; die Lösung ist erst der zweite Schritt
  • schafft das Vertrauen, dass der Partner „da“ bleibt, innerlich wie äußerlich anwesend bleibt, auch die scheinbaren Schwächen aushält, versteht, vielleicht sogar liebt?
  • Resultate sind: Frische, Interesse, Faszination, Flirt, Verliebtheit, tiefe Verbundenheit, Verlässlichkeit

"Acting is living truthfully under imaginary circumstances" - Sanford Meisner